


Mehr denn je wird klar, daß unser heutiger Stoff- und Materialverbrauch die Grenzen der ökologischen Tragfähigkeit bereits bei weitem überschritten hat. Wir beuten die fossilen, nicht erneuerbaren Rohstoffe unserer Erde aus und hinterlassen den zukünftigen Generationen dafür riesige Abfallberge. Besonders groß ist unser Durst nach Erdöl. Seit 1940 hat sich die weltweite Produktion organischer Chemikalien - das sind solche, die aus Erdöl hergestellt werden - vervierhundertfacht! Der Weltjahresverbrauch an Erdöl entspricht der Bildungsrate von Erdöl von einer Million Jahren. Oder anders gesagt: Wir verbrauchen an nicht einmal einem Tag jene Menge dieses kostbaren Stoffes, zu dessen Erzeugung unser Planet tausend Jahre gebraucht hat. Diese Tatsache zeigt deutlich das Ausmaß der Ausbeutung unserer fossilen Ressourcen.
Um aber bei der Wärmedämmung nicht ein Umweltproblem - CO2-Belastung durch übermäßiges Heizen - durch ein anderes, nämlich der Herstellung und Entsorgung von ökologisch bedenklichen Dämmstoffen, zu ersetzen, muß bei der Auswahl der Dämmstoffe der ökologische Rucksack der einzelnen Materialien sehr genau unter die Lupe genommen werden. Generell sollten Erzeugnisse aus nachwachsenden Rohstoffen, wie z. B. Flachs, Hanf, Holz bevorzugt werden, doch auch da kann es möglicherweise zu unangenehmen Überraschungen kommen.


