Das Interview mit Farin Urlaub bei Antenne 1


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Das Interview führte Stefan Giebert (S.G.) mit Farin Urlaub (F.U.)

S.G.: Farin Urlaub, der Sänger der Ärzte ist heute bei uns in Antenne im Gespräch.
Farin, das Lied Männer sind Schweine hat sich ja wirklich als absoluter Hammer Song entpuppt.
Die ganze Nation singt mit. Und der Song wäre ja nicht seit Wochen Nummer 1,
wenn er nicht auch den Männern gefallen würde, also, ich hab das
Gefühl, die Männer sind fast ein bißchen stolz, so Ihr habt
salonfähig gemacht, was vorher eh alle wußten.
F.U.: Ich weiß nicht, ob's das ist. Ich hab mir, muß ich ganz ehrlich sagen,
auch wenn ich damit vielleicht einige Leute enttäusche, ich hab mir gar nicht
so viele Gedanken gemacht um die weitreichenden Konsequenzen, weil das ist,
also, wenn wir Lieder schreiben, dann sagen wir nicht: Oh, das wird 'ne Hitsingle.
Das passiert dann halt aus Versehen. Also wir geben uns bei allen Stücken
genauso viel Mühe und bei diesem Stück hab ich eigentlich nur versucht,
das, was man, also, was ich mir so vorstelle, was Frauen in uns sehen.
Oder um jetzt, darf ich ein bißchen weiter ausholen?
S.G.:Ja, hol nur aus!
F.U.:Also, ich sag jetzt mal: Jemand wie Tolstoi, ein literarischer Gigant,
hat das Gefühl, er ist furchtbar verliebt. Letzten Endes will er wahrscheinlich einfach
nur vögeln. Aber für ihn ist das halt, weil er halt so 'n literarischer Gigant
ist, schreibt er halt 'n Welt, hm, äh Werk der Weltliteratur, dann über seine
großen Gefühle. Die Frau, die er dann letzten Endes, irgendwie eine von seinen,
äh, Mägden, die er dann letzten Endes schwängert, bei der kommt, glaub ich,
das alles ganz anders an. Da ist halt dieser Schraat, mit dem Bart, und der will halt
einfach nur über sie rüber steigen, so oft wie möglich.
Ich hab mir überlegt, daß es da eine furchtbare Diskrepanz gibt,
weil, ich glaube, daß für Tolstoi zum Beispiel, äh, Tolstoi
steht da jetzt stellvertretend für vieles, daß das halt echte
große Gefühle sind, romantisch und so was, und für
die Frau isses mehr so: Ach, jetzt kommt er wieder, ich denke mal, er ist geil.
Und das alles wollte ich halt, die Sicht der Frau wollte ich jetzt einfach mal so, äh,
aufschreiben oder singen und äh, aus Versehen haben wir da wirklich 'n Nerv getroffen offensichtlich.
Was aber sehr amüsant ist zu sehen, weil, äh, wir kriegen dann so mit
wie Leute uns empörte Briefe schreiben, oder bei Radiosendern anrufen
"Wie können Sie so was spiel'n?" oder, oder ich hab original 'ne Email vom Typen
gekriegt "Ihr seid doch Verräter!"
S.G.:(lacht) Ja, aber hast Du nicht das Gefühl, daß wir Männer
auch auf der Suche sind, so nach dem romantischen Kerzenlicht?
F.U.:Hm, das ist schwer zu sagen. Also, wenn ich mir die Suchmethoden
einiger Männer angucke, dann (lacht) wär das schon ziemlich merkwürdig.
Ich glaube, daß die meisten Männer die (verstehe nicht, was er sagt) Tour des
Kreises wollen. Also, sie wollen die absolute Freiheit ohne sie aber dem Partner zu
zugesteh'n. Äh, also die Frau muß immer da sein und sie muß einerseits
total selbständig sein, andererseits aber auch bitte nicht so selbständig,
als daß sie auf ihn verzichten könnte. Und, also, ähm, wenn man sich wirklich
anhört, wie Männer ihre Traumfrauen beschreiben, das ist nicht wirklich realistisch.
Man muß sich dann mal entscheiden. Oder man macht es halt wie Rockstars und
betreibt die Vielweiberei konsequent. Nicht wir natürlich, wir sind da absolute
Ausnahmen! Iss klar, oder?
S.G.: Was war Deine dümmste Anmache, die Du je erlebt hast?
F.U.:(holt tief Luft) Ähm, äh, also einer der dümmsten
ist: "Hey, Du bist doch Campino!!" (beide lachen) Da dreh ich ziemlich am
Rad.(lacht) "Nein, ich bin doch von den Prinzen!" "Achso, ich wußte doch,
Du machst Musik!" Das ist ziemlich dumm, ähm, aber ehrlich gesagt, die dummen
merke ich mir nicht, weil die dummen geh'n halt hier rein, da raus.
Die guten merk' ich mir. Die, ähm, eine der besten Anmachen, weil, äh,
wahrscheinlich war ich deshalb so beeindruckt, weil die von einer wunderschönen
Frau kam. Das ist auch so ziemlich das einzige mal, daß mir das so passiert ist.
Kann ich ja jetzt mal sagen. Da war ich in, äh, in einer Disco und da war eine
unglaublich schöne Frau, also phantastisch. Und dann bin ich, äh, war
ich doch eingeschüchtert, ich hab sie zwar zweimal schüchtern angeguckt,
aber ich dachte: Nee, so was sprichste nicht an, das hat auch überhaupt keinen Stil,
weil, irgendwie, wir war'n auch auf Tour und auf Tour iss man dann, nach zwei
Wochen iss man dann einfach nur noch ein sabbender Lappen, so:
EINE FRAU! EINE FRAU! EINE FRAU!
Und dann wollt ich gerade geh'n, dann kommt sie an und meint:
Kann ich mitkommen? Das war alles, was sie gesagt hat und ich so
(pfeift durch die Zähne) Bumm, bin ich erst mal umgefallen.
Das war ganz lustig dann noch. (lacht)
Dann Musikpause
S.G.:Heute hier bei uns, der Sänger der Ärzte, Farin Urlaub.
Auf Eurer neuen CD, "13" heißt sie, gibt's ein Stück, das heißt
"Goldenes Handwerk". Und da singst Du, Farin, "für das bißchen bumbum,
kommt 'ne Menge bei rum." Ich geh mal davon aus, die Ärzte sind reich.
F.U.: Wir sind ja auch nicht nur die beste, sondern auch eine der
ehrlichsten Bands der Welt. Weil gerade im Rockbereich ist es ja vielen
Leuten total peinlich: Ja, und verdienen auch Geld mit der Musik.
Und, also ich finde, weiß ich nicht, äh, ist doch schön!
Ermöglicht uns ein wunderschönes Leben, ermöglicht uns, das zu machen,
was wir wollen. Was ja dann immer die Ironie ist, wenn die Leute uns dann jetzt,
weil wir erfolgreich sind, ausverkauft vorwerfen. Also machen nicht viele, aber
einiges machen's. Weil gerade dadurch, daß wir so erfolgreich sind, können
wir machen, was wir wollen, weil, äh, scheiß drauf. "Oh, wir haben nur 5
Platten verkauft, ohweia!" Muß trotzdem nicht mehr arbeiten geh'n.
Und das ist irgendwie ganz schön.
S.G.: Ja, es scheint Dir gut zu gefallen, Rockstar zu sein!
F.U.: Es ist der Hammer! (lacht) Das Schöne ist halt,
daß wir uns nicht verstellen müssen. Also es gibt ja Rockstars,
die haben wir auch kennengelernt, die spielen Band, weil sie müssen
halt nach außen eine Band sein. Die hassen sich aber untereinander
schon seit 5 Jahren. Oder sie spielen halt, daß sie sich wohlfühlen.
Das ist bei uns alles nicht. Wir müssen kein Theater spielen. Wir machen, also,
wer jemals ein Konzert von uns gesehen hat, der weiß wovon ich rede.
S.G.: Das liegt wohl aber auch daran, daß Du das Leben mit den Ärzten
und auch die ewige Freundschaft mit Deinem Schlagzeuger, Bela B., daß
Du die Band als Beziehung begreifst.
F.U.: Ja, nein, 's ist schon 'ne Familie. Also, mit, zwischen Bela
und mir, das hat er mal gesagt, das ist eher so wie 'ne Ehe. Wir kennen uns
halt wirklich in- und auswendig. Ich dreh mich halt um beim Konzert, seh' sein
Gesicht und weiß genau, was als nächstes kommt, und dann krieg ich auch
meistens 'n Stick in den Rücken. (lacht)
S.G.: Apropros Rücken. In den Rücken gefallen sind in Eure
Erfolgslaufbahn Euch einige Rechtsvertreter. Weil einige Eurer Platten waren ja
verboten. Heute scheint das etwas anders zu sein. Sind die Ärzte braver geworden?
F.U.: Im Gegenteil. Wir sind nur viel geschickter geworden! (lacht)
Ja, früher zum Beispiel, es gab 'ne Zeit, da haben wir uns um gar nichts
geschehrt und da sind wir aus Versehen auf'm Index gelandet. Da haben wir gesagt:
Oh, und was heißt das jetzt? Und dann haben wir erfahren, was das heißt.
Unsere Platten durften nicht mehr verkauft werden, die haben ein paar
Plattenhändler verhaftet, zwar bald wieder rausgelassen, aber, weil
die unsere Platten verkauft haben, ohne Vorlage des Ausweises.
Und, äh, also, die indizierten, und dann äh, wurden wir nicht mehr im
Radio gespielt. Sogar Veranstaltungen, Veranstalter wollten nichts mehr
mit uns zu tun haben, die haben sich halt auch gesagt: Jetzt auf'm Index,
wer weiß, was das heißt. Und das hat ziemlich lang gedauert und hat ziemlich
an unseren Nerven gezehrt. Die SONY, also CBS damals, hätt' uns fast
rausgeschmissen. Weil die halt gleich gesagt haben: Ja, also wir distanzieren
uns auch davon. Das ist ja furchtbar, das ist 'ne schmutzige Band.
Und wir so: Äh, Moment! Weil die kannten ja die Lieder auch vorher, die
dann später auf den Index gekommen sind, hatten da auch keine Bedenken.
Und es war wirklich 'ne harte Zeit. Weil wir da versucht haben zu der Zeit schon
nur ausschließlich von Musik zu leben, waren plötzlich alle
Einnahmequellen, nämlich Konzerte und Platten, waren, gingen so gegen Null von
einem Tag auf den anderen. Und das war ziemlich blöd.
Und jetzt sind wir halt so, wenn wir irgendwas ausdrücken wollen,
was vielleicht geschmacklos sein könnte, dann formulieren wir's halt so,
daß es sehr eingängig ist und nicht indizierungsrelevant.
Also wir sind lieber subversiv. Also jetzt so wie ganz früher, so, ähm,
bomm, plakativ. So irgendwie: Ich hab meine Schwester gebumst. Das, äh, den Text
hab ich auch mit 15 geschrieben, wie soll ich sagen, da war ich noch nicht so,
so subtil. (lacht) Da hatte ich noch nicht mal Haare am Sack, glaub ich, oder
gerade so, äh, Verzeihung, äh, so viel zur Subtilität! (lacht)
S.G.: Und wir spielen jetzt ein ganz subtiles Lied von der neuen Ärzte CD.
Und das heißt "Ein Lied für Dich".
Dann war Musikpause
S.G.: Bei Antenne im Gespäch: Farin Urlaub, der Sänger der Ärzte.
Farin, Euer neues Album heißt "13" und äh, ich glaube, es ist ein
unheimlich vielfältiges Album. Also, die erste Nummer ist gleich ein Jazzstück,
dann habt Ihr Flamencoelemente drin, dann habt Ihr Schmalzgeigen in dem Stück
"Der Graf". Sind die Ärzte in ihrem Stil so offen wie nie?
F.U.:Mmmmnnnö. Also, "Planet Punk" war genauso vielfätig. "Die Bestie
in Menschengestalt" auch. Und, äh, wir haben eigentlich schon auf der "debil",
unserer, unserer richtigen Platte, haben wir angefangen mit solchen Sachen.
Da gibt's äh, damals halt zaghafte Versuche, weil damals hatten wir weder
das Budget um irgendwie zu sagen: Hey, laßt uns Streicher holen!
Noch die musikalischen Fähigkeiten zu sagen: Hey, ich spiel jetzt mal 'n Flamenco!
Aber wir haben halt damals schon versucht, so, das waren halt eher so Punknähere
Sachen, wie Ska, Rockabilly und so was, in die Musik einzubringen.
Das wurd' halt immer mehr. Je älter wir werden, desto besser werden wir halt auch.
Und desto mehr nehmen wir uns auch Zeit für so was. "Rod loves you" zum Beispiel,
'ne perfekte Disconummer, war auf "Planet Punk" drauf.
Also, es ist nur 'ne Weiterentwicklung.
S.G.: Ich nehme an, Du stehst total auf Deine neue Platte.
F.U.: Ich finde, 's ist unsere Beste. Also, das sag' ich vielleicht öfters,
aber dies mal ist's irgendwie noch 'n anderes Gefühl. Die ist einfach, die ist
super vielfältig. Wir haben uns total Mühe gegeben mit den Texten. Wir
haben alle zusammen länger an den Liedern geschrieben und komponiert und so,
als je zuvor. Ich finde, das hört man. Wir hatten 35 Stücke zur Auswahl
und dann, nur die besten kommen auf die Platte.
S.G.: Hm, war das nicht gnadenlos schwer die Stücke auszusuchen?
Ich weiß nicht, Ihr, die Ärzte, zu zweit oder zu dritt, wie habt Ihr's gemacht?
F.U.: Also, die Hauptauswahl treffen wir zu dritt, klar, die Band. Und dann
Uwe Hoffmann, der Produzent und Freund, natürlich, ist auch noch stimmberechtigt.
Wir hatten wirklich 'n Problem, äh, aus den letzten 20 dann die 17 auszusuchen.
Also auf die 20 haben wir uns ziemlich schnell geeinigt, aber dann war's wirklich
so ein täglicher Kampf. Und dann, wir haben's dann so weit getrieben,
daß wir gesagt haben: OK, wir mischen die 20 komplett und das waren nicht
noch B-Seiten. Also bei einigen Stücken isses von vorne herein klar, die
hört man sich einmal zu dritt an und sagt: Es iss cool, aber es iss 'ne B-Seite.
Wie zum Beispiel jetzt, äh, dieses furchtbare "Saufen" Stück (lacht)
und so was. So was, OK, so was muß aber bitte auf keinen Fall auf die Platte.
Ja, dann bei den 20 hatte dann Uwe Hoffmann auch das letzte Wort. Wir haben dann
alle fertig gemischt und haben gesagt: OK, die sind's.
Aber ich bin halt super glücklich mit dem Resultat.
S.G.: Ihr hattet ja ein riesen Comeback im Jahre '89. Vergleich doch mal
Euer Comeback mit dem von "Modern Talking" in diesem Jahr.
F.U.: Ähm, was wir hätten machen müssen, um so zu sein wie
"Modern Talking", wäre: "Westerland '93 - der grandiose Mix" und dann Westerland
mit 'ner kleinen Rapeinlage, oder was weiß ich. Darum ging's genau nicht.
Es ging eben darum uns weiter zu entwickeln. Es ging nicht darum: Wir sind wieder
da, und übrigens, es ist wirklich genau wie früher, Ehrenwort. Wir
sind nur ein bißchen älter und dicker geworden. Darum ging's halt
alles nicht. Es ging darum: Wir sind wieder da und haltet Euch fest! Und das
haben wir, glaube ich, gut durchgehalten.
Wieder Musikpause
S.G.: Antenne 1 mit dem Sänger der besten Band der Welt, wie sich
die Ärzte gern nennen: Farin Urlaub. Farin Urlaub, ja, in Deinem Künstlernamen
steckt ja die Vermutung, daß Du ein Reisefreak bist, oder?
F.U.: Total. Absolut. Das ist, also, wenn ich nicht Musiker geworden wäre,
dann wäre ich Reiser geworden.
S.G.: Hm, hast Du...
F.U.: (fällt S.G. ins Wort) Also, wenn wir Zeit haben, dann verreise ich.
S.G.:Hast Du denn bei Deinen Reisen ein Land gefunden von dem Du sagst: Da
möchte ich noch lieber wohnen als in Deutschland?
F.U.: (F.U. verfällt voll in Berliner Dialekt, was ich hier aber nicht so schreibe)
Ich hab das jahrelang gesucht und mittlerweile, ähm, glaub ich nicht mehr,
daß es das gibt. Ich bin dann doch lieber auf Reisen. Ich guck mir das alles
an, aber die Länder, in denen ich ernsthaft überlegt habe, ob ich da
hin ziehe, da bin ich dann mal länger geblieben. Brasilien, zum Beispiel, war
so 'n Fall. Und ich könnte da nicht ernsthaft leben. Also, ich könnte
da wohnen und irgendwie, äh, arbeiten, zum Beispiel, könnte ich schon
mal nicht. Aber ich könnte dann halt das Geld ausgeben, was ich hier verdien',
da ausgeben. Und ich hätte auch ein paar Freunde da, also die hab ich jetzt
schon, aber es ist nicht dasselbe. Irgendwie, glaub ich, nach 'n paar Jahren
würd' ich doch ziemlich traurig sein. Deswegen hab ich's dann lieber so,
daß ich, ich sitz zu Hause und denke so: Wo warste noch nicht, wo willste hin?
Und dann besorg' ich mir Informationen und sage: Das klingt geil und dann versuch'
ich halt, da hin zu kommen.
S.G.: Aha. Du bist ja Musiker, sonst hast Du, glaube ich, nichts gelernt. Aber
ich habe gehört, daß Du mal Archäologie studiert hast.
F.U.: (spricht wieder Hochdeutsch)
Einen Tag lang, genau. Ich war ein Tag in der Uni und hab dann gesagt:
Ihr wollt mich doch verarschen, ich soll jetzt noch mal in die Schule geh'n?
Das war überhaupt nicht mein Ding. Also, liebe Studenten, studiert weiter,
Deutschland braucht eine intellektuelle Elite. Aber ich gehöre nicht dazu.
S.G.: Dafür gehst Du aber gern auf Parties, oder? In einem Song
auf der neuen CD, singst Du: "Deine Party stinkt". Und da frag' ich Dich, was ist
für Dich 'ne richtig klasse Party?
F.U.: Das kommt auf die Laune an. Also eigentlich find ich die Parties am
besten, wo ich hingeh' und wenig Leute kenne. Also, schon ein paar, weil sonst
steht man die ganze Zeit in 'ner Ecke. Also, wenige. Und dann treff ich so, lern'
ich so immer mehr Leute kennen, das wird total spannend, weil man dann sich
mit vielen Leuten unterhalten und wenn man dann die Schnauze voll hat,
dann geht man woanders hin. Und es muß richtig gute Musik laufen.
Und jetzt frag' mich nicht, was richtig gute Musik iss, weil dann dauert das hier
5 Stunden!
S.G.: Die besten Parties, sagt man, sind Eure Konzerte.
Laß uns kurz über die Ärzte Tour sprechen.
F.U.: Kurz? Nee! Sondern von August bis November, also lang!
Volle Power, klar! Nee, wir haben wie immer zwischendurch, das machen wir jetzt
seit Jahren, äh, eine Woche Urlaub mittendrin, wo wir mit der Crew irgendwo
hin verreisen und machen dann da Party, um uns 'n bißchen von dem Party machen
zu erholen. Das klingt jetzt unlogisch, aber es ist so. Und dann geh'n wir weiter
auf Tour. Also, es ist im Prinzip vom, von, ich glaube, am 11. August geht's los
und geht bis Ende November. Also 3 1/2 Monate und wir freu'n uns drauf!
S.G.: Und spielt Ihr immer das gleiche Programm?
F.U.: Also es gibt 'ne grobe Reihenfolge. Es gibt so 'n Gerüst.
Weil es gibt ja auch Tage, wo wir irgendwie jetzt nicht drauf kommen: Was können
wir denn jetzt spielen? Und für solche Tage ist die Reihenfolge da. Und
ansonsten wird eben improvisiert, was das Zueg hält. Und, also, im
Prinzip ist es sinnlos über Ärztekonzerte zu reden. Weil, wer da war,
weiß, was ihn erwartet. Wer noch nicht da war, hat was versäumt.
Klingt jetzt sehr eingebildet, aber da bilde ich mir auch was drauf ein.
Ich glaube, live gibt's wenige Bands, die uns in irgendweiner Form übertreffen
können!
S.G.: Das war Farin Urlaub, das Schwein....nein, der Mann, der bei
den Ärzten singt, und Stefan Giebert.

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